Workshops

 Für die Workshops ist keine Voranmeldung erforderlich, und sie sind für Festivateilnehmer/innen kostenlos.

Auf dem Festival wird überwiegend deutsch und englisch gesprochen.

 

Aquatic Contact

Diesen Workshop widmen wir der Geschmeidigkeit und dem Bewegungsfluss im warmen Wasser. Das Zusammenspiel der Faszien und Flüssigkeiten lässt uns innerlich wie äusserlich gleiten, schwappen und fliessen. Fasziale Elastizität und flüssiger Schwung ermöglichen Mühelosigkeit und Genuss in Bewegung.
Im Wasser schwebend erinnert sich der Körper an sehr frühe Bewegungsmuster und -qualitäten, welche grundlegend sind für unser hochentwickeltes und komplexes Bewegungspotential. Im Spiel mit Elementen aus dem Body-Mind-Centering und der evolutionären und frühkindlichen Bewegungsentwicklung entsteht ein sehr direkter und gefühlter Zugang zu Bewegung.
Das "Floaten", Bewegt werden und das Contacten im Wasser öffnen neue Bewegungsmöglichkeiten und Raumerfahrungen, die dann auch später "an Land" spür- und sichtbar bleiben.

 

Daniel Werner

arbeitet international als Tänzer und Tanzpädagoge, und unterrichtet Contact Improvisation seit ´97. Er studierte zeitgenössischen Tanz am North Karelia College in Finland. Wesentliche Einflüsse für seine Arbeit kommen aus dem Body-Mind Centering, asiatischen Bewegungskünsten, dem Neuen und Zeitgenössischen Tanz und Release-Techniken. Weitere Projekte: www.dancecontact.de, www.bodymindpresence.de, www.canarian.contactfestival.info, www.contact-meets-contemporary.de, www.in-touch.es, www.lapalma.contactfestival.info, www.christmas-contact-celebration.de, www.osterimprofestival.info, www.pfingst.contactfestival.info, www.summerflow.de.

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Gabriele Neumann

seit 20 Jahren Contact tanzend mit vielen verschiedenen Bewegungseinflüssen ( Frühkindliche Bewegungsentwicklung (als Physiotherapeutin), Tai Chi, Qigong, BMC, u.v.m. )
Gemeinschaftsräume erforschend und erschaffend
Mitorganisatorin u.a. von Contact meets Contemporary Göttingen, Fuerte-Contactfestival und La Palma Contact Festival
seit 15 Jahren Tai Chi und Qigong unterrichtend

Ingo Rosenkranz

Die Kunst im Moment präsent zu sein

Wenn ich die Contact Improvisation als eine Kunst sich zusammen mit einem oder mehreren Partner/n zu bewegen begreife, ist es auch eine Übung in jedem Moment wach und bewusst zu sein. Wir nehmen uns Zeit unser Verständnis einiger wesentlicher Prinzipien dieser wunderbaren Tanzform anzuschauen und zu vertiefen. Wie kann der Tanz mein Bewusstsein erweitern und wie kann mein ganzes Sein den Tanz bereichern? Die Erweiterung unserer Wahrnehmungen erlaubt es, uns mit unserer Lebensenergie als Quelle für unsere Freude und Leichtigkeit im Tanz und unserer Bewegungsforschung zu verbinden. Eine achtsame Kommunikation öffnet das Potenzial für eine tiefere Integration dieser Erfahrung. Durch das Berühren und Berührt werden können wir schon Einiges von dieser Magie erahnen...

Ingo Rosenkranz beschäftigt sich seit 30 Jahren mit verschiedenen Bewegungskünsten und Bewusstseinsprozessen. Seine Liebe gilt immer wieder der Contact Improvisation, die für ihn ein großes Wachstumspotenzial beinhaltet und etwas tief in unserer Seele berührt. 
Er ist Lehrer für Tanz, Contact Improvisation und Körperarbeit. Organisation verschiedener Festivals und Jams. Spiritueller Coach.

www.contactlove.de

In diesem Workshop untersuchen wir Möglichkeiten genussvoll in Kontakt mit dem Boden zu kommen und wieder aufzutauchen in höhere Raumebenen. Unterstützen werden uns dabei Vokabular aus dem Zeitgenössischen Tanz und Muster der frühkindlichen Bewegungsentwicklung. Als Grundlagen menschlicher Bewegung geben sie Orientierung, uns mühelos durch die Raumebenen zu bewegen, die Unterstützung des Bodens zu erfahren und zu nutzen und lassen uns auf wunderbare Weise die Verbundenheit von Zentrum und Peripherie (wieder)entdecken.

In der Contact Improvisation nährt dieses Körperwissen ein tiefes Verständnis für das Prinzip Center to Center und unterstützt eine Wachheit und Bereitschaft, unsere Körperspannung je nach Situation zu modulieren. 

Heidi Schnirch 

Heidi ist Tänzerin, Pädagogin und Initiatorin von CI Jams, Trainings, Workshops und Forschungsformaten im Kontext von Zeitgenössischem Tanz, Performance und Bewegungsrecherche. Ein grundsätzliches Interesse von ihr gilt dem Untersuchen und Hinterfragen gängiger Methoden und Formaten Tanz zu lehren oder Tanz einem Betrachter zugänglich zu machen.

In ihrem Unterricht verbindet sie somatische Lern- und Sichtweisen, die auf erfahrbare und kognitive Weise Bewegung vermitteln, mit Vokabular aus dem Zeitgenössischen Tanz und Arbeitsweisen aus ihrer Performanceerfahrung.

Contact Improvisation beeinflusst, inspiriert und bereichert seit 2009 ihr Schaffen.

Heidi lebt mit ihrer Familie in München.

 

Um im Contact vollauf ins Genießen zu kommen, und um Gewohnheiten und Muster, die sich in unsere improvisierten Bewegungsabläufe eingeschlichen haben, zu unterlaufen, werden wir uns in diesen beiden Unterrichtseinheiten in mehrerlei Hinsicht ganz bewusst desorientieren: Zum einen werden wir es ganz direkt in unserer räumlichen Ausrichtung tun und damit äußere und innere Perspektiven ändern. Wir werden außerdem Kenntnisse und Fähigkeiten, die wir uns mühsam angeeignet und trainiert haben, hinterfragen und bisweilen sogar ausklammern und neue Aspekte unseres Tanzens entdecken und erforschen. Und wir weiten dies auch auf unsere typische Rollenwahl und unser Rollenverhalten aus und stellen provokativ die Frage danach, wie viel oder wie wenig wir zu einer Improvisation eigentlich beitragen wollen oder müssen, und wann sind wir wirklich co-kreativ tätig. All dies führt mit Sicherheit dazu, dass wir unseren eigenen Tanz neu verkörperlichen und uns ganz dem Kontakt öffnen, dass unsere Improvisationen von grundauf erfrischt werden und wir schließlich wieder und wieder überrascht werden - von unseren Partnern und nicht zuletzt von uns selbst.

 

Ralf Jaroschinski

Ralf Jaroschinski wurde in Süddeutschland geboren und wuchs in Rio de Janeiro, Brasilien, auf. Er studierte Bühnentanz an der “Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover” und als DAAD-Stipendiat verschiedene zeitgenössische Improvisations- und Kompositionstechniken in New York. Er arbeitete sechs Spielzeiten lang als Gasttänzer beim Niedersächsischen Staatsballett in Hannover und anschließend als choreografischer Assistent an den “Städtischen Bühnen der Stadt Nürnberg”. 1994 entdeckte er Kontaktimprovisation für sich, und zwar in den Stunden von Daniel Lepkoff, Alito Alessi und später Brenton Cheng, Martin Keogh and Nancy Stark Smith. Von 1998 bis 2002 leitete Jaroschinski die Tanzkompanie des Stadttheaters Hildesheim und machte Kontaktimprovisation zum integrativen Bestandteil des Tänzertrainings sowie der Bewegungsrecherche und Materialfindung seiner choreografischen Arbeit. Anschließend choreografierte er gastweise u. a. bei verschiedenen staatlichen Tanzakademien und Staatsballetten in Deutschland sowie dem "Bangkok City Ballet" in Thailand.
Er tanzte u. a. in von Brandin Steffensen (New York) und Scott Wells (San Francisco) entwickelten contact improvisation scores, und in Zusammenarbeit mit Mirva Mäkinen, Antonio Alemanno, Andrew Wass, Rosemary Hannon, Sean Feit u. a. produzierte er in Deutschland und den USA mehrere Tanzabende, die sich gänzlich auf diese Technik gründeten.
Seit 2004 unterrichtet Jaroschinski regelmäßig contact improvisation-Stunden und -workshops in Europa, Asien, Amerika und Australien. Mehrfach unterrichtete er bei Festivals wie dem "Contact Festival Austria" in Ypstal, dem "Kemptener Tanzherbst", „Contact Meets Contemporary (CMC)“ in Göttingen, der “Pfingst-Jam Potsdam”, "Stretch" und “Touch & Play” in Berlin und in Cardona, Spanien, dem "Contact Improvisation Mini Festival" in Kopenhagen, Dänemark, "Warsaw Flow" in Warschau, Polen, dem “Israeli Contact Improvisation Festival (ICIF)” in Tel Aviv, Israel, der “West Coast Contact Improvisation Jam (wcciJAM)” in San Francisco-Berkeley, der "Portland Regional Jam", dem “Festival Internacional de Ballet” in Trujillo und dem "Encuentro Internacional de Improvisación por Contacto" in Lima und in Cusco, Peru, "Encuentro de Danza Contact Improvisación Santiago Chile", "Sul em Contato" in Porto Alegre, "Transformando pela Prática - Festival de Contato Improvisação" in Florianópolis, "Contact in Rio" in Rio de Janeiro, "Encontro Internacional de Contato Improvisação de São Paulo (EICI)", "Campinas em Contato" und "Anápolis em Contato" in Brasilien, dem "Dancehouse Summer Intensive" in Melbourne, Australien sowie "The Magic of Contact Improvisation" und "Footnote New Zealand Dance Choreolab" in Wellington, Neuseeland. Und bei diesen Gelegenheiten performte er contact improvisation-Stücke zusammen mit Nita Little, Ray Chung, Aicia Grayson, Benno Voorham, Felix Ruckert, Mirva Mäkinen, Brenton Cheng, Tim O’Donnell, Lior Ophir, Vitali Khononov u. v. a.

www.ralfjaroschinski.de

 

Sus Palm

Präsenz und Verbindung

Mit einem dynamischen Bodywork wecken wir unsere Körpersysteme auf, bringen die Flüssigkeiten in den Faszien, Muskeln und Organen durch Druck und Zug in Bewegung, erforschen die Stabilität und Richtung der Knochenstruktur.

Durch Lauschen der inneren Wahrnehmung, ermöglichen wir einen authentischen Ausdruck in Bewegung. 

Durch das Spiel mit sanften und kraftvollen Impulsen erforschen wir verschiedenen Möglichkeiten in Kontakt zu sein, nehmen unterschiedliche Seinszustände, Gefühle und Emotionen wahr und öffnen uns mit allen Sinnen für den Moment, uns Selbst, den Partner und den Kontakt.

Wir folgen dem inneren Fluss und sind Zeuge einer einzigartigen Begegnung im Tanz.

 

Sus Palm

Sus ist ausgebildet in verschiedenen Ansätzen der Bewegungstherapie, Tanz und Körperarbeit. Seit 1997 bildet Sie sich fortwährend an verschiedene Einrichtungen in Deutschland und USA in Zeitgenössischen Tanz, Contact Improvisation, Butoh, und Capoeira fort. Seit 2001 praktiziert sie Cranio Sacral Biodynamics und nach vielen Jahren Körperarbeit fand sie die Liebe zur Hawaiianischen Bodywork.

  

Die letzten 20 Jahre arbeitete sie als Tänzerin und Tanzpädagogin, kreierte Tanzstücke und Performances mit verschiedenen Künstlern in Deutschland und USA, war Teil der Strada Compagnia Dansa und liquid-e-motion in Ulm und unterrichtet seit 8 Jahren unter anderem an der Akademie der Künste in Ulm, in freien Gruppen und bei Festivals.

Im süddeutschen Raum ist sie Co-organizer verschiedener Tanzfestivals.

Ihr Hauptinteresse liegt in der Bewegungsforschung, den Körpersystemen, der individuellen Körperintelligenz und dessen Ausdruck im Moment.